PEN

PEN-Zentrum kleinblauMit seiner Entstehungsgeschichte trägt dieses PEN Zentrum eine besondere Verpflichtung. Hier haben sich Autorinnen und Autoren versammelt, die, aus Deutschland vertrieben, weiterhin auf Deutsch schrieben, Überlebende des Holocausts, deren Nachkommen, Nazigegner, sowie Menschen, die unter den Unterdrückungsmechanismen des DDR-Regimes gelitten haben. Unter den Gründern des Zentrums finden sich so bekannte Namen wie Heinrich Mann, Thomas Mann, Lion Feuchtwanger, Anna Seghers, Ernst Toller, Arnold Zweig, Stefan Zweig und Alfred Döblin.

Dazu haben sich im Laufe der Jahrzehnte deutschschreibende Autoren gesellt, die aus anderen – wirtschaftlichen und persönlichen – Gründen ihre Herkunftsländer verließen, oder deren Schreiben durch eine starke Beziehung zum Ausland geprägt ist. Das Überqueren von Grenzen bringt nicht nur einen Verlust an Gewissheiten mit sich, sondern auch einen Gewinn an Wachsamkeit im Umgang mit Werten und Wörtern und gegenüber jeder Art der geistigen, psychischen und physischen Unterdrückung und Diskriminierung.

PEN FederNeben der Wahrung des Andenkens an Leben und Werk der früheren Mitglieder sieht das PEN ZENTRUM deutschsprachiger Autoren im Ausland sein Hauptziel heute im Einsatz für Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die gegenwärtig verfolgt, vertrieben oder zum Schweigen gebracht werden. Das PEN ZENTRUM deutschsprachiger Autoren im Ausland widmet sich deshalb besonders intensiv dem vom internationalen PEN organisierten Unterstützungsprogramm für „Writers in Prison“.

Heute steht das PEN ZENTRUM deutschsprachiger Autoren im Ausland allen deutschsprachigen Autoren unabhängig von ihrer Herkunft und ihrem Wohnort, Übersetzern, Herausgebern und anderen Personen, die sich bedeutende Verdienste um die deutschsprachige Literatur erworben haben, offen.

Guy Stern – Fernsehbeitrag aus dem Holocaust-Museum

Am Dienstag, 6.11.2018 (um 21: Uhr MEZ)  konnte man im ZDF in dem Reportage-Magazin „Frontal 21“ einen Beitrag über unseren derzeitigen Präsidenten Guy Stern in einem Bericht aus dem Holocaust-Museum sehen: Als Synagogen brannten 80 Jahre Pogromnacht Guy Stern war 16 Jahre alt, als in Deutschland die Synagogen brannten. Seine Eltern hatten ihren ältesten Sohn …

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Geertje Potash-Suhr-Prosapreis 2018

Susanna Piontek wurde durch die diesjährige Jury der SCALG Geertje Potash-Suhr-Prosapreis 2018 für ihre ausgezeichnete Geschichte „Innenleben, innen leben“ den Preis zuerkannt. Die Jurystimmen schrieben unter anderem: Dieser Text „reißt einen sofort hinein und hält fest. Ein großes, emotionales Erleben wird radikal ehrlich aufgearbeitet. Tief erfahren  und bildstark geschrieben ist es trotz leidvollen Inhalts eine …

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Trauer um Gerald Uhlig-Romero

Mit Trauer im Herzen nahmen wir den viel zu frühen Tod unseres langjährigen Mitgliedes Geral Uhlig-Romero zur Kenntnis. Noch in unserem letzten PEN Newsletter 2018 konnten wir einen Beitrag von ihm abdrucken [Erzählen, bevor wir sterben]. Gerald Uhlig-Romero ist am 04. Juli 2018 in Berlin verstorben. Unser herzliches Beileid gilt seinen Angehörigen und Freunden.

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#Free Sentsov Demo vor der Russischen Botschaft in Berlin

Unser Mitstreiter Axel Reitel hat gestern an einer #Free Sentsov Demo vor der Russischen Botschaft in Berlin teilgenommen: „Es kamen dort ca. 50 Personen zusammen. Wir trugen Plakate und GULAG-Joppen wie auf den bekannten  Fotografien von Solschenizyn oder Schalamov“, berichtet Axel.  „Und wie auch eine Anzahl anderer sagte ich am Ende der wortreichen, wortstarken und …

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Dichter Reiner Kunze: „Sprachgenderismus ist eine aggressive Ideologie“

Wer als Freidenker im totalitären Staat der DDR so lange der Indoktrination ausgesetzt war wie Dichter Reiner Kunze, der 1977 mit seiner Ehefrau Elisabeth in den Westen übersiedelte und in Erlau im Landkreis Passau lebt, der hegt eine tiefe Skepsis gegen verordnete Gebote des Denkens und Redens. Zum Thema Gendersprache, das der Deutsche Rechtschreibrat am …

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Von Schabbat zu Schabbat – Gemeinsam gegen Antisemitismus

In Deutschland endete am 2.Juni 2018 die Aktionswoche »Von Schabbat zu Schabbat – Gemeinsam gegen Antisemitismus«, die von der Bundeskanzlerin initiiert wurde. Die Schriftstellerin und Dokumentarfilmerin Freya Klier wurde um ein Statement gebeten und verwies auf die Versäumnisse in deutschen Schulen, in denen es fast überall nur noch 1 Geschichtsstunde pro Woche gibt.

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