Fedora Wesseler

Fedora Wesseler stammt aus Köln und studierte Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Musikwissenschaft und Italienisch in Dijon, Perugia, Mainz und Paris.

Während des Studiums war sie als Regieassistentin bei der Ruhrtriennale und den Salzburger Festspielen tätig und übernahm erste literarische Übersetzungen ins Deutsche und Französische.

Von 2004 bis 2006 war sie Mitglied der Studienstiftung des Deutschen Volkes. 2011 Promotion summa cum laude an der Sorbonne mit einer Arbeit zu Oper und Theater um die Jahrhundertwende (Dramaturgies du Sublime entre théâtre et opéra, 1890-1939). Es folgten Engagements als Dramaturgin am Opernhaus Zürich, dem Theater Bielefeld und den Salzburger Festspielen.

Foto: Copyright Jochen Quast

Von 2015 bis 2018 war sie Leitende Dramaturgin für Musiktheater und Konzert am Theater Lübeck. Zusammen mit Stefan Schmidl gab sie 2017 den Band Oscar Straus. Annäherungen an einen zu Unrecht Vergessenen (Amsterdam, Operetta Research Center) heraus; zum Gottfried-Keller-Jubiläum 2019 stellte sie mit Thomas Hürlimann das Gottfried-Keller-Lesebuch (Frankfurt, Fischer) zusammen.

Neben zahlreichen wissenschaftlichen Aufsätzen und Beiträgen, etwa in Kindlers Literaturlexikon, veröffentlichte sie Übersetzungen von Theaterstücken (u. a. Werke von Serge Kribus, Daniel Colas, Gérald Sibleyras, Pierre Notte, Amanda Sthers, Isabelle Le Nouvel), Prosa (Thomas Hürlimann, Quarante roses, Verdier 2016), Opernlibretti und Lyrik (u. a. Werke von Hofmannsthal, Beer-Hofmann, Dehmel, Grünbein).

Ihre Übersetzung (zusammen mit Jean-Yves Masson) der Anthologie Presque un chant von Durs Grünbein (Gallimard, 2019) wurde mit dem Prix Alain Bosquet ausgezeichnet.