Dana Horáková

HorákováGeboren 1947 in Sachsen als Tochter einer deutschen Kommunistin und eines tschechischen Katholiken (der in Deutschland als Zwangsarbeiter landete).

Aufgewachsen in Prag.

Studierte Theologie am Union Theological Seminary in New York, wird 1971 an der Prager Karlsuniversität zum Doktor der Philosophie promoviert. Während des Studiums Mitglied der Gruppe um Professor Milan Machovec („Jesus für Atheisten“), die in der damals marxistisch-atheistischen Tschechoslowakei den „Dialog zwischen Marxisten und Christen“ ins Leben gerufen hatte.

Als Regimekritiker mit einem Arbeitsverbot belegt.

Seit 1975 zusammen mit Václav Havel Herausgeberin des illegalen Samizdat-Verlags EDICE EXPEDICE (der u.a. Werke von Dissidenten veröffentlichte).

1977 die CHARTA 77 unterzeichnet.

1979 den Filmregisseur Pavel Juráček (1935–1989) geheiratet und zur Ausreise in die damaligen Bundesrepublik gezwungen.

Arbeitet drei Jahre als Putzfrau, schreibt zugleich Bücher, Hörspiele und ein Drehbuch nach ihrer Novelle „Tag der Idioten“ , das von Werner Schroter 1981 verfilmt wurde (1982: Deutscher Filmpreis in Gold).

Wird zuerst in München, dann in Berlin und Hamburg Journalistin (Westermann´s, Bunte. B.Z., Bild und Vize-Chefredakteurin von Welt am Sonntag).

2002-2004 parteilose Kultursenatorin der Freien und Hansestadt Hamburg. .

2018 erhält sie in Prag die Medaille für Tapferkeit im Kampf gegen Kommunismus.

 

Seit 1982 veröffentlicht sie diverse populär-informative Bücher.

2021 erscheint in Prag ihr Buch über ihren Mann „O Pavlovi“ (Über Pavel), das zum „Buch des Jahres“ gekürt.

 

Sie lebt in Henstedt-Ulzburg am Rande von Hamburg.