Guy Stern – Fernsehbeitrag aus dem Holocaust-Museum

Am Dienstag, 6.11.2018 (um 21: Uhr MEZ)  kann man im ZDF in dem Reportage-Magazin „Frontal 21“ einen Beitrag über unseren derzeitigen Präsidenten Guy Stern in einem Bericht aus dem Holocaust-Museum sehen:

Guy Stern im Mai 2016 in seiner Geburtsstadt Hildesheim, deren Ehrenbürger er ist.
Foto:
Julian Stratenschulte/dpa
– Quelle: http://www.mz-web.de/25534762 ©2017

Als Synagogen brannten
80 Jahre Pogromnacht

Guy Stern war 16 Jahre alt, als in Deutschland die Synagogen brannten. Seine Eltern hatten ihren ältesten Sohn ein Jahr zuvor nach Amerika geschickt, in der Hoffnung, er könne dort reiche Menschen finden, die für die jüdische Familie aus Hildesheim bürgen. Es gelang ihm nicht, seine Eltern und Geschwister wurden von den Nazis deportiert und ermordet.

Guy Stern, als Günther Stern geboren, kehrte als Soldat der US-Army in das zerstörte Deutschland zurück und erfuhr erst dann vom Schicksal seiner Familie.  1998, zum 60. Jahrestag der Reichspogromnacht, sprach Guy Stern als inzwischen renommierter amerikanischer Germanistikprofessor vor dem Deutschen Bundestag. Damals war er optimistisch, dass Deutschland aus den Schrecken des Nationalsozialismus gelernt hat.

Heute, 20 Jahre später, ist die jüdische Gemeinde in Deutschland besorgt: Die Zahl antisemitischer Straftaten steigt, in den Parlamenten sitzt eine rechtspopulistische Partei, die Verbrechen der Nationalsozialisten verharmlost.

Wie bewertet Guy Stern, der seine Familie durch den Holocaust verloren hat, die Entwicklung in Deutschland? Frontal 21 hat mit ihm über Verfolgung und Krieg gesprochen. Stern erzählt, warum ihm der Aufstieg rechter Parteien Angst macht.

 

Quelle: https://www.zdf.de/politik/frontal-21/frontal-21-vom-6-november-2018-100.html